Der Glaube in Obernhof spielt eine wesentliche Rolle.

 

Obernhof verfügt über eine eigene evangelische Kirche direkt im Ortskern und ein katolisches Kloster unmittelbar an Obernhof gelegen.

 

Detailliertere Informationen über die noch existierenden Kirchen und Klöster in Obernhof finden Sie hier:

 

* Evangelische Kirchengemeinde Obernhof

 

* Kloster Arnstein 

Die Ruine der St. Margareta-Arnstein Seelbach

Die Pfarrkirche zu Ehren der hl. Margareta war bei der Gründung des Klosters Arnstein Eigentum des Grafen Ludwig von Arnstein: Sein Vater und seine Großeltern sind auch dort begraben.

 

In der Stiftungsurkunde der Abtei wird bestimmt, dass Graf Ludwig III. von Arnstein die Margaretenkirche an die Prämonstratenser übergibt. Sie war ein baulich höchst interessantes Denkmal aus dem 10. oder vielleicht einem noch früheren Jahrhundert und Mutterkirche von 72 Tochter-Kirchen, sagen die Historiker. Sie hatte einen Glockenturm mit zwei Glocken und auf der Empore stand eine Orgel, die der Seelbacher Lehrer spielte.

 

Im Hochaltar der Margaretenkirche wurde eine Reliquie des hl. Antonius aufbewahrt. Auch die kostbare Reliquie (Schädeldecke) des hl. Papstes Fabian war schon seit Jahrhunderten ein sorgsam gehüteter Schatz der Abtei. Sie ist in Silber eingefasst, einer Schale gleich. Aus dieser tranken die Gläubigen an seinem Festtag den gesegneten „Fabianuswein“.

 

Währen der Pestjahre (um 1347) war der Glaube der Bevölkerung weit über das Gebiet von Arnstein hinaus so groß, vor der grausigen Krankheit bewahrt zu bleiben, dass selbst Grafen und Edelleute von Hadamar, St. Goar und Koblenz sich in der Margaretenkirche einfanden, um die Reliquie der hl. Fabianus und Sebastianus zu berühren.

 

Viele, selbst evangelische Frauen, ließen sich den Gürtel der hl. Elisabeth von Thüringen umlegen – eine weitere Reliquie – um eine glückliche Niederkunft zu erbitten.

 

Bis Anfang des 19. Jahrhunderts war die Margaretenkirche die Pfarrkirche der Seelbacher. Bereits im Jahre 1801 hatte der damalige Pfarrer die Erlaubnis erwirkt, den Sonntagsgottesdienst in der

Abteikirche zu halten. Als dann aber der zunehmenden Baufälligkeit wegen ihre weitere Benutzung zu gottesdienstlichen Handlungen Gefahr bringen erschien, überwies die Herzoglich-Nassauische Regierung, um die Kosten eines Neubaus zu sparen, der Gemeinde Seelbach die Arnsteiner Abteikirche zu Pfarrdienst.

 

1813 bot sich der Gemeinde an, die Abteikirche ganz zu übernehmen. Nach langem Zögern nahm die Gemeindevertretung mit dem Vorbehalt an, dass die nassauische Hofkammer die Unterhaltungskosten übernehme und zahlte für die Instandsetzung 300 fl. (Gulden). Im Gegenzug durfte die Herzoglich-Nassauische Regierung „die Pfarrkirchen zu Sancta margareta mit Glocken samt dem Kirchhof vor eigentümlich an sich zu ziehen und zu ihrem besten Nutzen verwenden. [...] Seelbach, den 28 Juli 1813 untertänig ...“ Es folgen 28 Unterschriften

 

„Es ist schon ein sonderbarer Vertrag, in welchem dem Herzog von Nassau ein Kirchhof zu seinem Nutzen geschenkt wird,“ schreibt Pt. Pascal Werner ss.

 

Die Margaretenkirche wurde 1813 dem Höchstbietenden für 500 Gulden versteigert. Der neue Eigentümer ließ alles Brauchbare herausreißen und verkaufen. Turm, Empore, Orgel und Einrichtung verschwanden; der Rest wurde dem Verfall überlassen. Seit 1949 gehört sie dem Land Rheinland-Pfalz. (Text: Heimatbuch Obernhof 2010)

WetterOnline
Das Wetter für
Obernhof
mehr auf wetteronline.de

www.obernhof.de für Unterwegs

Nutzen Sie unterwegs von Ihrem Smartphone unsere mobile Version. So können Sie leicht alle wichtigen und interessanten Informationen rund um Obernhof auch außerhalb Ihres Hauses nutzen und abrufen.

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Gemeinde Obernhof an der Lahn -Wandern, Wasserwandern, Radfahren, Wein-