Das Gedenken an die Toten der beiden Weltkriege

Gustav Görz, seit dem 1. April 1910 Lehrer in Obernhof, schreibt 1922 in der Schulchronik:

„Dem Andenken unserer gefallenen Helden aus dem großen Kriege, sollte durch ein äußeres Zeichen Ausdruck für Gegenwart und Zukunft verliehen werden. Es war kein leichtes Unterfangen, ja, je näher man dem Ziele zu sein glaubte, desto unmöglich(er) schien es. Verhandlungen mit Fachleuten waren oft recht vergeblich. Den Bemühungen einer Kommission bestehend aus Herrn Pfarrer Rühl, Wilhelm Schaub, Gottfried Laux, Lehrer Görz, Adam Limburg, August Hoffmann, Philipp Hanewald gelang es, am 22. September, das Denkmal, das seinen Standort in nächster Nähe der Kirche erhielt, der Öffentlichkeit zu übergeben. Der Maurer, Meister Heinrich Strack aus Attenhausen, hat es erbaut. Es ist zugleich ein Schmuck unseres Dorfes, das den Wanderer bei seinem Eintritt in unser liebliches Dörflein freundlich begrüßt.“

 

 

 

 

 

 

Die Einweihung des Denkmals wurde nach folgendem Programm vorgenommen:

Gesangverein  „Herr, Herr erbarme dich“

Lina Stauch - Prolog

Gesangverein „Matrosengrab“

Ansprache – Pfarrer Rühl, ev. & Pfarrer Friedrich, kath.

Schulkinder – Gesang & Gedicht

Gesangverein „Heimatliebe“

Herr Schaub  - Übergabe an die Gemeinde

Herr Bürgermeister - Übergabe

Kranzniederlegung (aus der Ferne ertönt das Waldhorn: Morgenrot, Morgenrot, leuchtest mir zum frühen Tod)

 

„Geldsammlung unter den Anwesenden zur Tilgung der Restschuld, die der Herr Gastwirt Wilhelm Bingel in anerkennenswerter Weise der Denkmalkommission vorgelegt hatte, dafür sie ihm an dieser Stelle besonders Dank gesagt.“

Kriegerdekmal vor der ev. Kirche ca. 1930

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine neue Namenstafel mit den Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege von dem Steinmetzmeister Otto Eschenauer aus Nassau angefertigt.

 

Die Kosten dafür betrugen 546,50 DM. Am Volkstrauertag 1952 wurde diese neue Namenstafel, im Beisein vieler Bürger, feierlich enthüllt.


In den 90er Jahren befand sich das Denkmal in einem sehr schlechten Zustand. Dank der Spendenbereitschaft der überwiegenden Bevölkerung des Dorfes, die einen Betrag von 9360 DM erbrachte, konnte mit der Renovierung des Denkmals im September 1997 begonnen werden. Pünktlich zum Volkstrauertag waren die Arbeiten abgeschlossen.


Im Jahre 2010, fast 13 Jahre nach der Renovierung, war die Farbe dunkel geworden und es hatten sich Risse gebildet. Drei Bürger aus Obernhof haben sich an die Arbeit gemacht und das Denkmal vom Schmutz befreit. Die Risse wurden mit Acryl verschlossen. Anschließend erhielt das Denkmal einen neuen Anstrich. Zum Schluss wurde ein neuer Rasen eingesät.


Möge es zur Erinnerung an die Gefallenen und Vermissten noch lange gehegt und gepflegt werden.


(Text: Helmut Schnatz, Bilder aus dem Heimatbuch Obernhof 2010)

Foto der Gedenktafel in der ev. Kirche in Obernhof zum Gedenken an die "Opfer des zweiten Weltkrieges"

Wie überall auf der Welt weinten auch in Obernhof die Angehörigen um ihre Väter, Söhne, Ehemänner, Freunde, Nachbarn und Kameraden.

 

 

Die Toten des Ersten Weltkrieges 1914-18

 

Bach Heinrich

Laux Julius

Bach Philipp

Laux Wilhelm

Bach Wilhelm

Limburg Karl

Friedrichs Fritz

Lotz Karl

Friedrichs Leonhard

Lotz Karl Jakob

Gemmer Jakob

Lotz Rudolf

Mann Ludwig

Massengeil Heinrich

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