Flurbereinigung 1982-1985

Die Flurbereinigung 1982 bis 1985

 

Ende der 70er Jahre änderte sich das Landschaftsbild von Obernhof, weil immer mehr Weinbergsflächen brach liegen blieben ( nur noch 10 ha). Der Anbau wurde zu mühsam. In allen rheinland-pfälzischen Steillagen war der Weinbau gekennzeichnet von arbeitswirtschaftlichen Erschwer-nissen. Der hohe Handarbeitsaufwand (Seilzugbewirtschaftung) und die geringe Rentabilität der eingesetzten Produktionsfaktoren, führten zu einem kontinuierlichen Anstieg der Rebbrachen, auch in anderen Steillagen. Nur mit Hilfe des Staates konnte eine Neugestaltung und Verbesserung der weinbaulichen Produktionsgrundlagen erfolgen. Zum Ausgleich der steigenden Erzeugungskosten bei stagnierenden, unter großem Angebots-druck stehenden Produktpreisen und zur Erhaltung der Arbeits- und Flächenproduktivität war eine Flurbereinigung dringend erforderlich.

 

Der Antrag der Obernhofer Winzer wurde zunächst abgelehnt, denn europaweit gab es eine Weinschwemme. Die Winzer konnten jedoch überzeugend darlegen, dass ihre Weine vor Ort vermarktet und den europäischen Markt nicht belasten würden. Unterstützt durch das Kulturamt Westerburg wurde 1982 bis 1985 ein beschleunigtes Zusammen- legungsverfahren durchgeführt.

 

Dieses Ziel diente gleichzeitig dem kulturellen Aspekt, die bis in das Mittelalter zurückreichenden Ursprünge der Rebkulturen in diesem heutigen Weinbaureliktgebiet in dem noch vorhandenen Umfang für die Zukunft zu stabilisieren und zu erhalten.

Familie Hoppenkamp bringt die Ernte Heim ca. 1945

Alle Bilder und Texte dieser Seite stammen aus dem Heimatbuch Obernhof 2010.

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