Aus Wingertsbergen werden Zwetschgenberge

Aus Wingertsbergen werden Zwetschgenberge

 

Im Jahr 1708 wurden in Nassau 120 Ohm1 Wein geerntet. Um 1740 scheint es noch eine Blüte des Weinbaus an der Lahn gegeben zu haben, aber in den siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts, war der Verfall des Lahnweinbaus in vollem Gange. Die Drieschen (Ödland) wurden mit Obstbäumen, vor allem Zwetschgenbäumen und Hülsenfrüchten bepflanzt. Missernten und Hungersnöte am Ende des Jahrhunderts beschleunigten den Niedergang. Die Arnsteiner Klosterweinberge in Weinähr befanden sich um 1800 in verödetem Zustand. Die früheren Weinberge wurden auch hier mit Kirschbäumen und mit Zwetschgenbäumen bepflanzt, die Wingertsberge wurden in Zwetschgenberge umgetauft.

 

Im 19. Jahrhundert hat sich jedoch der Weinbau an der Lahn in seinem geringen Umfang behauptet. 1863 wurden bei einer Ausstellung in Wiesbaden Lahnweine ausgezeichnet.

 

Ende des 19. Jahrhunderts breitete sich die Reblausseuche in allen europäischen Weinbaugebieten aus. 1910 wurde in Oberlahnstein eine preußische Reblausveredelungsanstalt eingerichtet. In Versuchsweinbergen wurden wurzelreblauswiderstandsfähige Amerikaner-Unterlagsreben gepflanzt, denen Edelreiser der wurzelreblausanfälligen Europäer-Rebsorten aufgepfropft wurden.

Dieser Text stammt aus dem Heimatbuch Obernhof 2010.

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