Der Weinbau - heute

Die Flurbereinigung im Bereich der Weinbergslage in Obernhof und Weinähr ist vom Ministerium genehmigt worden. Nun geht es nach langen vorbereitenden Untersuchungen an die praktische Umsetzung.

 

Bitte beachten Sie auch die passenden Zeitungsartikel. und die Informationsmaterialien über die Aufklärungsversammlung in Obernhof am 24.10.2012

 

Der Weinbau in Obernhof - eine 800 Jahre alte Geschichte

Alte Postkarte - Obernhof mit seinen großen Weinbergen.

Der Weinbau an der Lahn kann auf eine mehr als 800 Jahre alte Geschichte zuürckblicken. Während vieler Jahrhunderte war er ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und hat Landschaft und Menschen geprägt.

 

Vom Einfluss des Kloster Eberbach im Rheingau ausgehend, entstand im 10./11. Jahrhundert der Terrassenweinbau an den Hanglagen der unteren Lahn, der sich bis zum 14. Jahrhundert vom Limburger Becken bis nach Lahnstein ausgebreitet hatte. Sicher ist, dass es 1159 in Nassau Weinberge gab, wahrscheinlich im Besitz des Wormser Domkapitels.

 

Nachdem 1224 auf Hof Hollerich, der ältesten Pflanzung Kloster Arnsteins, 1267 in Weinähr und 1300 in Dausenau Weinberge genannt werden, gibt es aus dem 14. Jahrhundert für jeden Ort von Diez bis zur Lahnmündung Urkunden über Weinbau.

 

Vor allem die Arnsteiner Urkunden enthalten Angaben über Gemarkungs- und Lagebezeichnungen, über Größe und Preise von Weingärten über Bewirtschaftung, Kelterhäuser, etc....

Nach alter Überlieferung sollen die Mönche die Setzreben aus dem Burgund bezogen haben.

 

Weiterhin von größerer Bedeutung war die Weingüter der nassauischen Landesherrschaft in Nassau, Dausenau, Bad Ems und Obernhof.

 

Zum Stillstand kam der Weinbau, der ständig intensiver Pflege bedurfte, erst im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648). Der Klosterhof Hollerich, im 16. Jahrhundert noch Weingut, wurde im 17. Jahrhundert auf Ackerbau umgestellt.

 

Die Obernhofer Schulchronik berichtet 1897 über den Weinbau

 

"In den letzten Jahren hat sich das Interesse der hiesigen Einwohner in steigendem Maße dem Weinbau zugewendet. Jahrzehntelang hatte der Weinbau fast ganz geruht. Da siedelten sich mehrere Moselaner Familien hier an, die, da sie mit Verständnis und Fleiß die Weinberge bewirtschaftete, gar bald den Beweis liefern konnten, dass der Weinbau in unserem Tal sehr lohnend sei und den Weinen anderer Gegenden gar wohl einen nicht weniger guten Tropfen entgegesetzen könne. Das Beispiel dieser tüchtigen Winzer regte dann meherer Einwohner an, ihre fast ganz unbenutzt liegenden oder einer Dornhecke gleichenden Grundstücke an den sonnig gelegenen Bergabhängen auch mit Weinstöcken zu bepflanzen und sich damit eine neue Einnahmequelle zu verschaffen, die ihnen bei den hier herrschendne ungünstigen Erwerbsverhältnissen wohl zu gönnen ist. Hoffentlich bleibt der in 1897 und 1898 hervorgetrene Eifer in der Anlage neuer Weinberge noch lange rege, dass die das Auge beleidigenden Dornwildnisse immer mehr verschwinden."

 

(Textauszug: Heimatbuch Obernhof 2010)

Nähere Informationen Rund um den Weinbau erfahren Sie zum einen bei einer unserer individuell gestalteten Weinproben oder direkt aus unserem Heimatbuch Obernhof 2010.

 

Eine Auflistung all unserer aktuellen Winzer und Weingüter in Obernhof finden Sie hier.

Obernhof um 1954 – Der Weinbau hat seine größte Ausdehnung erreicht. Frachtschiffe befördern immer mehr Güter. Die Pensionen sind im Sommer ausgebucht und der Campingplätz ist belegt. Pilgerzüge bringen Wallfahrer zum Kloster Arnstein.
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