2. Platz Gebietsentscheid

Zukunftsfähigkeit der Dörfer unter Beweis gestellt - Ergebnisse im Gebietsentscheid "Unser Dorf hat Zukunft" Koblenz liegen vor

 

Pressemitteilung Nr. 51 vom 13.07.2015

 

Trier/Koblenz – Beim diesjährigen Gebietsentscheid Koblenz im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ist die Zukunftsfähigkeit der Dörfer erneut unter Beweis gestellt worden. Das Ergebnis der diesjährigen Bereisungen gab die Präsidentin der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Dagmar Barzen, heute bekannt.

 

Herausragende Plätze konnten die Ortsgemeinden Gehlert (Westerwaldkreis), Urbach (Landkreis Neuwied), Senheim (Landkreis Cochem-Zell), Reckershausen (Rhein-Hunsrück-Kreis) und Guldental (Landkreis Bad Kreuznach) in der Hauptklasse erzielen. In der Hauptklasse nehmen die Gemeinden teil, die sich erstmalig dem Wettbewerb stellen.

 

Die Ortsgemeinden Ober Kostenz (Rhein-Hunsrück-Kreis), Oberhof (Rhein-Lahn-Kreis) und Dernau (Landkreis Ahrweiler) platzierten sich in der Sonderklasse, in der die Gemeinden zusammengefasst sind, die in früheren Jahren bereits am Gebietsentscheid teilnahmen.

 

Die vorgenannten acht Gemeinden des Gebiets Koblenz nehmen somit am Landesentscheid, der am 31. August startet, teil.

 

Die acht Siegergemeinden sind dicht gefolgt von den weiteren Teilnehmern des Landeswettbewerbs im Gebietsentscheid Region Koblenz (alphabetische Reihenfolge):

Hauptklasse: Arft, Bell (Ortsteil Hundheim), Dachsenhausen, Helferskrichen, Hochstetten-Dhaun, Illerich, Katzwinkel, Molzhain, Oberzissen, Oberraden (Ortsteil Niederraden), Nachtsheim, Rech und Winterbach

 

Sonderklasse: Alflen, Bad Neuenahr-Ahrweiler (Ortsteil Heppingen), Bockenau, Ellern, Heiligenroth, Hüffelsheim, Meddersheim, Merkelbach und Wallmenroth  

Gerne hätte die Jury der Haupt- und Sonderklasse weitere Gemeinden bei deren hohen Leistungsdichte in den Landesentscheid entsandt. Dies war jedoch auf Grund der diesjährigen Anzahl der teilnehmenden Gemeinden auf fünf Gemeinden in der Hauptklasse und auf drei Gemeinden in der Sonderklasse begrenzt.

 

Der Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wurde auf Kreisebene in 187 Gemeinden (107 Gemeinden in der Hauptklasse/80 Gemeinden in der Sonderklasse) in den Gebieten Koblenz, Neustadt/Wstr. und Trier durchgeführt. Im Gebiet Koblenz haben insgesamt 75 Gemeinden teilgenommen; von diesen Gemeinden qualifizierten sich 30 Gemeinden (18 Hauptklasse und 12 Sonderklasse) für den Gebietsentscheid.

 

Wir gratulieren allen Gemeinden für Ihre Platzierungen. Und freuen uns schon heute auf den Besuch der Jury im Landesentscheid.

2. Platz: Ortsgemeinde Obernhof

Das an der Lahn zwischen Taunus und Westerwald gelegene Obernhof (Verbandsgemeinde Nassau) hat derzeit rd. 360 Einwohner.

 

Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen

Nach dem Start der Dorfmoderation im vergangenen Jahr und den ersten Planungsansätzen hat sich viel getan. Marketingstrategisch versteht sich der Ort als Teil der Lahnregion und agiert entsprechend ortsübergreifend. Im Verbund mit den großen Orten zwischen Lahnstein und Diez schwimmt das kleine Obernhof „Gegen den Strom“, das Festival an der Lahn. Deutliche Fortschritte wurden bei der Initiative „Lahn-Wein-Zentrum“ gemacht, ebenso beim Flurbereinigungsverfahren, das den integralen Ansatz von Wein und Tourismus verfolgt. Bemerkenswert ist auch die Reaktivierung des zentralen Hotels, das vor kurzem noch ein exponierter Leerstand am Lahnufer war und demnächst wieder eröffnet werden soll. Die Obernhofer verstehen mit Verve, ihre Potentiale zu nutzen.

 

Bürgerschaftliches Engagement, soziale und kulturelle Aktivitäten

In der Gemeinde Obernhof ist zu spüren, dass die positive Entwicklung durch die gemeinsame Umsetzung von Ideen ein Erfolg wurde. Aus dem 2010 bereits stattfindenden Bürgerstammtisch wurden durch die Dorfmoderation weitere Prozesse in Gang gesetzt. So entstand eine Jugendvertretung mit Rederecht im Gemeinderat. Ergebnis ist ein Bürocontainer, der durch die Jugendlichen zu ihrem Raum ausgebaut wird. Die Initiative „Obernhofer Verkehrsschutzengel“ und „Gelbe Füße“ sorgen für die Sicherheit der Kinder auf den Straßen. Der Spielplatz an der Lahn ist für alle Generationen ein Anziehungspunkt und lädt Wassertouristen zum Anlegen ein. Das Angebot für Senioren wird ehrenamtlich organisiert und umfasst das Erzählcafé, Seniorennachmittage und generationsübergreifende Kulturveranstaltungen. Die Mobilität für ältere Menschen ist durch regelmäßige Züge auf der Lahnstrecke, den Linienbus und das Einrich-Taxi gewährleistet. Ein Ausschuss für Dorfgemeinschaft, Kultur und Soziales beschäftigt sich mit Wohngemeinschaften im Alter und der Integration von Asylsuchen

 

den im Ort. Derzeit stehen die Aktivitäten im Bereich des Bürgerschaftlichen Engagements und der kulturellen Initiativen im Zeichen der Vorbereitung von „750 Jahre Oberndorf“ im Jahr 2016. Um dieses Großereignis zu schultern, bedarf es großer ehrenamtlicher und ideeller Unterstützung. Während des gesamten Jahres wird von den Jugendlichen das Filmprojekt 750 Jahre Oberndorf begleitet. Mit den „Obernhofer Vollmondnächten“ wurde die Gemeinde überregional bekannt. Ein großer Erfolg ist die Aufnahme kultureller Veranstaltungen des Klosters Arnstein in das Programm „Festival an der Lahn-gegen den Strom“. Dies ist der Erfolg ehrenamtlich tätiger Bewohner der Gemeinde. Die mit über 300 Schildern vorbildliche Auszeichnung regionaler Wanderwege und kultureller  Einrichtungen sind im Ehrenamt entstanden. Obernhof besinnt sich auf die Weinbautradition an der Lahn. Langfristiges Ziel ist die Einrichtung eines Lahnweinzentrums im Café an der Lahn. In einer Vinothek mit angeschlossenem Verkaufsraum sollen regionale Produkte angeboten werden. Die örtlichen Winzer schaffen mit der derzeit laufenden  Flurbereinigung ihrer Weinberge die Grundlage für diese Idee. In gemeinsamer Anstrengung der Bürgerschaft wurde bereits vieles für den Ort erreicht.

 

Baugestaltung und -entwicklung im privaten und öffentlichen Bereich

Die Baustruktur in Obernhof ist insbesondere durch die frühere touristische Ausrichtung des Ortes geprägt. Vor diesem Hintergrund steht künftig die Umnutzung von ehemaligen Hotels, Pensionen und Gaststätten an. Hierzu gibt es erste private Projekte, von denen Signalwirkung ausgehen kann. Daneben sind in Obernhof eine Vielzahl von kleineren und größeren Baumaßnahmen und baulichen Verbesserungen durchgeführt worden, die das Ortsbild und die Bausubstanz aufwerten. Hierbei können beispielhaft die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses, die Neugestaltung des Zentralparkplatzes und die Gestaltung des Umfeldes der Kirche erwähnt werden. Künftige öffentliche Schwerpunktmaßnahmen sollen das Lahn-Wein-Informations- und Kompetenzzentraum sowie das Freizeitgelände am Lahnufer bilden. Des Weiteren kommt dem Einsatz von Photovoltaikanlagen bei den öffentlichen und privaten Gebäuden in Obernhof eine besondere Bedeutung zu.

 

Grüngestaltung / Das Dorf in der Landschaft

Obernhof befindet sich im Lahntal, in Mitten ausgedehnter Wälder und extrem steiler Weinberge. Naturnahe Eichen-Buchen-Wälder und eher seltene Linden-Schluchtwälder sind die Kulisse für den Lahnwanderweg. Im Lahntal wurden Nadelhölzer entfernt, so dass ein ungestörter Blick auf die Lahn freigegeben wurde. Es soll sich wieder eine typische Ufervegetation mit heimischen Pflanzenarten etablieren, deshalb werden invasive Neophyten am Lahnufer zurückgedrängt. Trockenmauern in den Weinbergen sind Lebensraum für Mauereidechsen, Zippammer, rotflügliger Ödlandschrecke und Segelfalter. Für ein Würfelnattervorkommen werden immer wieder Sonnenplätze freigehalten. Bedingt durch die enge historische Ortslage sind Nutzgärten entlang der Lahn sehr gefragt: Wie an einer Perlenkette aufgereiht, sind die Gärten lahnaufwärts zu bewundern. Dort wachsen noch Bohnen, Erbsen, Erdbeeren und viele andere dörfliche Leckereien. Einzelne dorftypische Vorgärten im Ort und Weinreben im Straßenraum sind gute Beispiele für weitere Aktionen im Dorf. Mit dem Garten der Generationen hat die Ortsgemeinde ein nachahmenswertes Beispiel umgesetzt.

 

 

Textauszug: ADD.rlp.de Trier

Gebietsentscheid - Unser Dorf hat Zukunft 2015

 

Am 18. Juni 2015 besucht uns die Fachjury des Dorfwettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft" bereits auf Gebietsebene.

Folgend erhalten Sie ein paar Impressionen des Tages. Spannend erwarten wir nun das Ergebnis in der Sonderklasse.

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