evangelische Kirche in Obernhof

Die evangelische Kirche wurde 1712-1715 als Hallenkirche im damaligen Barockstil mit Mansardendach und Haubenreiter erbaut. Sie löste die Kapelle ab, die sich dort befand, wo heute der Brückenkopf ist. Die Empore ist dreiseitig umlaufend und im Westen zweistöckig. Im Jahre 1844 wurde die von Daniel Buderus aus Singhofen gebaute Orgel eingeweiht. Sie hat ein Manual, neun Register, ein Pedal und seit 1930 auch einen Motor. Die Kanzel steht seit 1717 auf einer sechseckigen, geschnitzten Holzsäule. Der Schalldeckel wird von einem über der Weltkugel ausgestreckten Arm „gehalten“. Dieser ausgestreckte Arm ist eine Besonderheit, die sonst nur selten in Kirchen zu finden ist. Die Kirche hat zwei Glocken. Wie lange die kleine Glocke schon im Turm hängt, ist nicht bekannt. Die große Bronzeglocke wurde am 12. März 1953 bei Firma Rinker in Sinn gegossen und erhielt die Inschrift: „Ich rufe zum Frieden, und der Herr gebe ihn. Obernhof/Lahn 1953“.

Öffnungszeiten der Kirche: nach Absprache mit der Küsterin Frau Hergenhahn, Telefon 02604 / 952580.

Nach der 2006 abgeschlossenen Außensanierung strahlt die evangelische Kirche von Obernhof den Menschen wieder von weitem entgegen, wenn sie auf der Bundesstraße von Bad Ems nach Diez unterwegs sind. Seit 1715 prägt sie für die Bewohnerinnen und Bewohner des Ortes das Erscheinungsbild.

 

Die Kirche wurde als Hallenkirche im damaligen Barockstil mit Mansardendach und Haubenreiter erbaut und am letzten Sonntag im Oktober 1715 eingeweiht. Die Kirche ist mitten im Dorf gelegen, sie ist eingebettet in die Gemeinschaft des Dorfes. Der Innenraum der Kirche strahlt eine warme Atmosphäre aus. Der Raum ist schlicht und gleichzeitig elegant gehalten ohne bunte oder figürliche Darstellungen. Alles wirkt harmonisch und aufeinander abgestimmt, ein Ort der Ruhe und des Wohlfühlens.

Der Kirchenraum ist ausgerichtet auf den Altar mit einem Kruzifix aus Lindenholz. Das Kruzifix ist eine Stiftung aus der Gemeinde. Über dem Altar befindet sich die Orgel. Die von Daniel Buderus aus Singhofen gebaute Orgel wurde im Jahre 1844 eingeweiht. Nach dem Gutachten des Orgelsachverständigen Balz 1995 sind in der Obernhofer Buderus-Orgel noch original erhalten: Prospekt, Gehäuse, beide Windladen, Holzpfeifen des Pedals und der Diskant des Gedackt 8` im Manual. Die Orgel hat ein Manual, neun Register, ein Pedal und seit 1930 auch einen Motor. Die Orgel ist verziert mit zwei freistehenden Lyren und zwei Urnen auf den Treppenstufen.

Die Kanzel steht seit 1717 auf einer sechseckigen, geschnitzten Holzsäule. Der Schalldeckel wird von einem über der Weltkugel ausgestreckten Arm „gehalten“. Aus der Wolke ragt ein Arm mit einer zum Segen geöffneten Hand. „Ich will dich segnen und du wirst ein Segen sein." sagt Gott zu Abraham (1. Mose12,2). Eine tröstliche Zusage: wer sich von Gott segnen lässt, wird ein Segen sein. Ein Grabstein aus schwarzem Lahnmarmor, ein wertvolles Stück spätbarocker Bildhauerkunst, zeigt in großen Goldlettern eine Laudatio für den Verstorbenen. Es handelt sich um Johannes Goll.



Er stammte aus dem alteingesessenen Frankfurter Bankhaus „Johann Goll und Söhne, vormals Neef“. Johannes Goll (1700-1747) war Besitzer des Obernhofer Bergwerkes. Aus Familienaufzeichnungen zitiert: „Johannes Goll verunglückte im Bergwerk Obernhof am 17.X.1747 tödlich, als beim Wiederaufstieg eine Leitersprosse brach und er rücklings i. d. Schacht gestürzt war. Er wurde in der Kirche zu Obernhof begraben. Seine Witwe Amalie, geb. Lang, stiftete der Gemeinde Obernhof ein kl. Kapital, um dieser die Haltung eines Schullehrers zu ermöglichen.“ Und in einem Kirchenbucheintrag heißt es: „Von dieser Familie Goll ist auch ein Capital von 1000 Gulden an die hieseigen Armen vermacht worden, sodaß die Zinsen davon jährlich an diese vertheilt werden sollen.“

1842 bekam die Kirche einen neuen Altar. Eine Marmorplatte aus dem Fußboden, die das Grab von Johannes Goll bedeckte, wurde für diesen neuen Altar hergerichtet. So richtig es ist, dass Gott nicht an bestimmte Orte gebunden ist, so wichtig ist es aber, verlässlich an dafür ausgewiesenen Orten Gottes Wort hören und die Feier des heiligen Abendmahls begehen zu können. (Text:  Antje Dorn)

 

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