Adventkalender 2014

Nutzen Sie die ruhige und besinnliche Vorweihnachtszeit um ein wenig in "alten Erinnerungen" zu schwelgen.

 

Der Obernhofer Adventkalender öffnet vom 01. bis zum 24. Dezember jeden Tag ein weiteres Türchen.

24. Dezember

Frohe Weihnachten ...

 

In diesem Jahr hat sich der Gemeinderat in Obernhof neu aufgestellt. Die neuen Mitglieder des Gemeinderates haben sich für die kommende Periode so einiges vorgenommen. Aber bereits der letzte Gemeinderat hat nicht tatlos seine Amtszeit verstreichen lassen. Gerne erinnern wir uns an die vielen Erfolge, wie z.B. unseren diesjährigen, sehr erfolgreich abgeschlossenen Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" zurück, welche wir unserem Gemeinderat zu verdanken haben...

 

"Die Mitglieder des Gemeinderates möchten sich heute herzlich für das große Vertrauen, die Anteilnahme an der Umsetzung von Projekten und die Hilfe der vielen ehrenamtlichen Helfer bedanken, welche im letzten Jahr geholfen haben unser Dorf zu erhalten, zu pflegen und zukunftsorientiert mit zu gestalten. Wir freuen uns schon heute auf ein ebenso erfolgreiches Jahr 2015. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr."

 

Ihr Gemeinderat Obernhof

23. Dezember

Ehrendenkmal der Gefallenen der beiden Weltkriege mit ev. Kirche im Hintergrund ca. 1930

Das Gedenken der beiden Weltkriege an die Toten

 

Heute möchten wir an unsere Verwandten und Bekannten gedenken, die in den beiden Weltkriegen Ihren Tot fanden. Besonders in der Weihnachtszeit sollten wir all Jene in unser Gebet einschließen, die sich noch heute für Frieden für unser Land einsetzen. Möge allen zukünftigen Generationen solch ein Schmerz und Leid der beiden Kriege erspart bleiben. Dafür müssen wir alle gemeinsam einstehen und sorgen. Dies können wir am besten durch unsere eigene Haltung und Tun unterstützen und umsetzen.

 

Zum Gedenken der beiden Weltkriege wurde in Obernhof ein Denkmal aller Gefallen errichtet:

 

Gustav Görz, seit dem 1. April 1910 Lehrer in Obernhof, schreibt 1922 in der Schulchronik:

„Dem Andenken unserer gefallenen Helden aus dem großen Kriege, sollte durch ein äußeres Zeichen Ausdruck für Gegenwart und Zukunft verliehen werden. Es war kein leichtes Unterfangen, ja, je näher man dem Ziele zu sein glaubte, desto unmöglich(er) schien es. Verhandlungen mit Fachleuten waren oft recht vergeblich. Den Bemühungen einer Kommission bestehend aus Herrn Pfarrer Rühl, Wilhelm Schaub, Gottfried Laux, Lehrer Görz, Adam Limburg, August Hoffmann, Philipp Hanewald gelang es, am 22. September, das Denkmal, das seinen Standort in nächster Nähe der Kirche erhielt, der Öffentlichkeit zu übergeben. Der Maurer, Meister Heinrich Strack aus Attenhausen, hat es erbaut. Es ist zugleich ein Schmuck unseres Dorfes, das den Wanderer bei seinem Eintritt in unser liebliches Dörflein freundlich begrüßt.“

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine neue Namenstafel mit den Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege von dem Steinmetzmeister Otto Eschenauer aus Nassau angefertigt.  Am Volkstrauertag 1952 wurde diese neue Namenstafel, im Beisein vieler Bürger, feierlich enthüllt.

 

In den Jahren 1997, 2010 und 2014 wurde das Denkmal immer wieder durch fleißige Helfer und großzügige Spenden der Obernhofer Bürger renoviert. An jedem Volkstrauertag wird dort eine kleine Gedenkfeier zu Ehren der Gefallen und derer Familien abgehalten.

22. Dezember

Schloss Langenau - Aquarellzeichnung

Das Schloss Langenau

 

An der Mündung des Gelbachs in die Lahn liegt gegenüber Kloster Arnstein das Schloss Langenau.

Erste Erwähnung findet es als Burg 1227, als ein „Frederici de Langenowe“ im Kloster Arnstein beigesetzt wird und die Quellen berichten, dass die niederadelige Familie von Langenau Lehns-beziehungen zum Erzstift Köln hatte.

 

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts diente Schloss Langenau als landwirtschaftliches Gut und nach der Instandsetzung durch den Architekten Bodo Ebhardt in den Jahren 1912/13 von 1916 – 1924 als nassauische Hochschule für Landwirtschaft. Aus dem Besitz der Gräfin Henriette von

Giech war Schloss Langenau in weiblicher Erbfolge, über die Familien von Kielmannsegge und von der Groeben, an die Grafen von Kanitz gelangt, in deren Eigentum es sich heute noch befindet.

 

Erfahren Sie hier mehr über die interessante Geschichte des „Schloss Langenau.“

21. Dezember

Links im Hintergrund Schloss Langenau, Rechts das Kloster Arnstein mit Kirche und Innenhof der Wohngebäude (Rückansicht). Blick vom Wanderweg im Rücken des Klosters.

Das Kloster Arnstein

 

Hoch auf einem steilen Felsen über der Lahn erhebt sich der romanische Kirchenbau des Kloster Arnstein. Zusammen mit Schloß Langenau und dem Weinort bildet das Kloster Arnstein eines der reizvollsten Ensembles aus Kultur und Natur, das sich an der Lahn finden lässt.

Um 1140 entscheiden sich der Graf von Arnstein und seine Frau Guda in jungen Jahren an der Stelle ihrer Burg ein Prämonstratenserkloster zu errichten. Die Abtei besteht bis 1803 und wird im Zuge der Säkularisierung aufgehoben. 1919 zieht die Ordensgemeinschaft von den heiligsten Herzen Jesu und Mariä (Arnsteiner Patres) ins Kloster ein.

1924 wird die Herz–Jesu Statue im Hochaltar der Kirche eingeweiht. In diesen Tagen beginnen die Herz–Jesu–Wallfahrten, die Tausende von Pilgern, meist aus dem Ruhrgebiet, in Sonderzügen der Bundesbahn nach Obernhof bringen.

Auch heute noch ist Arnstein ein Ort stiller Einkehr für Pilger. Die Mitbrüder in der Kommunität arbeiten in der Wallfahrtsseelsorge, in der Gemeindepastorale in den Pfarreien Arnstein, Nassau und Winden und in der Jugendbegegnungsstätte. Es finden auch ökumenische Gottesdienste in der Kirche statt.

 

Auf dem Bild vom 02. Dezeber können Sie schön den Vergleich der mitlerweile zugewachsenen Hänge auf der Rückseite des Himmelsberges sehen. Vor ca. 50 Jahren wurde diese Fläche noch als Feld genutzt.

20. Dezember

Die Klostermühle

Die Klostermühle ist eine alte Mühle, die am Fuße des Kloster Arnstein liegt. Einst diente sie den Klosterbewohnern zur Herstellung von Lebensmitteln. Heute ist sie eines der dreiundzwanzig Zentren der Fackelträger, einer internationalen und überkonfessionellen Missionsgemeinschaft. Die Arbeit wurde 1947 von Major W. Ian Thomas in Capernwray Hall, England begonnen.


Im Jahre 1958 enstand durch Dr. Dwight Wadsworth die Klostermühle als Freizeitheim, und 1960 wurde die erste Bibelschule hier durchgeführt. Ziel der Fackelträger ist es, junge Menschen mit dem Leben von Jesus Christus so vertraut zu machen, dass sie lernen, wie sie sich als Christen in den verschiedenen Lebensbereichen Familie, Arbeit, Schule und Gemeinde bewähren und aktiv beteiligen können. Die Missionsgemeinschaft der Fackelträger ist ein gemeinnütziger Verein und gehört zum Dachverband der internationalen Missionsgemeinschaft der Fackelträger. Wir arbeiten konfessionsübergreifend und sind Mitglied im “Netzwerk-M” und im “Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste”. Eine enge Zusammenarbeit besteht mit der örtlichen Evangelischen Allianz. Finanziert wird unsere Arbeit durch Spenden eines Freundeskreises sowie durch Teilnehmerbeiträge.

19. Dezember

Gottesdienst im Zuge des letzen mittelalterlichen Pilger- & Klostermarktes auf dem Kloster Arnstein

Ein Dorf zeigt was es zu bieten hat...

 

Neben den ganzen Festlichkeiten und Feierlichkeiten ist es nicht mehr von der Hand zu weisen, dass sich Obernhof in den letzten 10 Jahren zu einem besonderen Ort kultureller Veranstaltungen entwickelt hat. Durch den Umzug von Gaby Fischer in unser kleines Dörfchen sollte sich vor einigen Jahres alles verändern. Gaby Fischer hat mit Ihrem Verein Peregrini e.V. etwas wunderbares für Obernhof erschaffen. Frau Fischer organisiert mitlerweile ihre 148. Obernhofer Vollmondnacht. Diese wurde sogar schon mehrfach mit Preisen über die Region hinaus ausgezeichnet. Zu jedem Vollmond pilgern die Gäste zu den schönsten Orten im Dorf um dort heimischen Märchen und Klängen aus aller Welt zu lauschen. Aber dabei sollte es nicht bleiben. Der Verein Peregrini organisiert mitlerweile mehr als 80 Veranstaltungen jährlich in unserer Region. Davon finden einige im Kloster Arnstein oder im Dorf statt. Konzerte, Vorträge, Weinproben, etc., es ist wirklich für jeden Geschmack und jede Altersstufe etwas dabei. Frau Fischer hat es wirklich geschafft, dass die Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen eine große Bereicherung für unser Dorf und unsere Region sind. Werfen Sie einen Blick auf unseren neuen Veranstaltungskalender für das Jahr 2015.

18. Dezember

Paul Massengeil, Edmund Scherer, Norbert Massengeil-Beck, Kristina Haxel, Ernst Haxel, ?, Uwe Haxel, ?

Die Mittelrheinweinkönigin kommt aus Obernhof

 

1990/91 wurde Kristina Haxel Weinkönigin für das Weinanbaugebiet Mittelrhein. Die Winzer aus Obernhof und Weinähr gratulierten hier auf dem Bild stolz, dass ein Mädchen aus Obernhof Weinkönigin wurde und somit unser kleines Weindorf und die Region repräsentiert.

 

Kristina Haxel ist die älteste Tochter des leider verstorbenen Winzers Ernst Haxel. Ernst Haxel war der letzte "Singende Winzer" an der Lahn. In seiner Weinstube in der Borngass konnte man neben seinen eigenen fantastischen Weinen auch seinen einzigartigen Gesang und sein Gitarrenspiel genießen. Ernst Haxel war auch weit über die Region als (singender) Winzer bekannt und wir werden uns immer an die vielen wundervollen Besuche in seiner Weinstube erinnern.

17. Dezember

Noch heute können Sie diesen Gedächtnisort im Jammertal besuchen.

Der „Kaiserliche Friedhof“ Gedächtnisort europäischer Geschichte

Der erste von der Koalition Österreich und Preußen in der Zeit von 1792-1797 gegen Frankreich geführte Krieg, den Frankreich selbst der Koalition erklärt hatte, galt dem Versuch, die Französische Revolution und ihre Auswirkungen einzudämmen oder gar ganz rückgängig zu machen.

1794 bis 1796 war das Lahngebiet mit Westerwald und Taunus Aufmarsch- und Kampfgebiet des französischen Revolutuionsheeres und der kaiserlich-österreichischen Truppen. Am schlimmsten waren die Einwohner der Städte und Dörfer entlang der Heerstraße Nassau-Holzappel-Diez von diesem Krieg betroffen. Neben den Kämpfenden Soldaten waren sie die Leidtragenden, mussten sie doch ihre letzten Vorräte herausgeben, um die nackte Haut zu retten

Der „Koalitionskrieg“ hat seine Vorgeschichte und seine Hintergründe: Seit ihrer erfolgreichen Revolution (1789) und der Enthauptung Ludwig XVI. (1793), versuchten die Franzosen ihre Idee („Freiheit“, „Gleichheit“ und „Brüderlichkeit“) kriegerisch in Europa zu verbreiten. Die Kampfansage der Revolutionäre galt den Kaisern, Königen und Fürsten in Österreich, Preußen, Russland und England. Diese wiederum schlossen sich zu einer „Koalition gegen die Anarchie“ zusammen und führten ihre Soldaten gegen die Franzosen ins Feld. Dabei ging es ihnen um die Bewahrung der alten Ordnung und ihrer eigenen absoluten Herrschaft und um die Sicherung ihrer tradierten Privilegien.

Während dieser Jahre hatten die Österreicher im Kloster Arnstein ein Lazarett eingerichtet. Der Pfarrer konnte sich vor den heranrückenden Franzosen in Sicherheit bringen, indem er in seinem Pfarrdorf Seelbach untertauchte. 1794 und 1795 wechselte das Kloster mehrmals seinen Besitzer. Immer wieder wurde es nach Besetzungen durch die Franzosen von den Österreichern „befreit“.

16. Dezember

Bild von Rolf Hoppenkamp

Evangelische Kirche in Obernhof

 

Die evangelische Kirche wurde 1712-1715 als Hallenkirche im damaligen Barockstil mit Mansardendach und Haubenreiter erbaut. Sie löste die Kapelle ab, die sich dort befand, wo heute der Brückenkopf ist. Die Empore ist dreiseitig umlaufend und im Westen zweistöckig. Im Jahre 1844 wurde die von Daniel Buderus aus Singhofen gebaute Orgel eingeweiht. Sie hat ein Manual, neun Register, ein Pedal und seit 1930 auch einen Motor. Die Kanzel steht seit 1717 auf einer sechseckigen, geschnitzten Holzsäule. Der Schalldeckel wird von einem über der Weltkugel ausgestreckten Arm „gehalten“. Dieser ausgestreckte Arm ist eine Besonderheit, die sonst nur selten in Kirchen zu finden ist. Die Kirche hat zwei Glocken. Wie lange die kleine Glocke schon im Turm hängt, ist nicht bekannt. Die große Bronzeglocke wurde am 12. März 1953 bei Firma Rinker in Sinn gegossen und erhielt die Inschrift: „Ich rufe zum Frieden, und der Herr gebe ihn. Obernhof/Lahn 1953“.

Nach der 2006 abgeschlossenen Außensanierung strahlt die evangelische Kirche von Obernhof den Menschen wieder von weitem entgegen, wenn sie auf der Bundesstraße von Bad Ems nach Diez unterwegs sind. Seit 1715 prägt sie für die Bewohnerinnen und Bewohner des Ortes das Erscheinungsbild.

15. Dezember

Beginn des Wassertourismus in Obernhof

Bald nach der Fertigstellung der Lahnkanalisierung 1928 offerierte der Bad Emser Motorboot-Unternehmer Köpper Ausflugsfahrten Lahn ab und Lahn auf. Die Jungfernfahrt nach Obernhof brachte die Bewohner - wie man sieht - völlig aus dem Häuschen. Sie hatten die Brücke geschmückt und winkten beim Ablegen der „Lahnstolz.“ Köpper entwickelte daraus einen saisonalen Linienverkehr. Ziel: Obernhof

14. Dezember

Arbeitseinsatz "saubere Lahn" 2014

Der Fischereiverein - mehr als nur ein Fischereiverein!

Der Fischereiverein Obernhof wurde 1950 gegründet. Die Gründungsmitglieder stammten damals aus allen umliegenden Ortschaften. Erst 1970 wurde der Fischereiverein in "Fischereiverein Obernhof/Seelbach e.V." umbenannt. Zusätzlich gab es nun eine neue Satzung. Dies hatte zur Folge, dass nun nur noch Bürger der Gemeinden Obernhof und Seelbach Mitglieder werden können.

 

Die Mitarbeit und das Engagement der Mitglieder des Fischereivereines sind für die Gemeinde Obernhof nicht mehr weg zu denken. Durch die Tatkräftige Unterstützung der Mitglieder und vieler freiwilliger Helfer gibt es zum Beispiel im Frühjahr jeden Jahres die Aktion "Saubere Lahn". Unter der Leitung des Fischereivereines werden die Ufer und Wiesen der Lahn sowie aller Nebenbäche von grobem Unrat und Müll gesäubert.

 

Auch besonders für unsere Feriengäste ist das Angeln an der Lahn schon längst zu einer beliebten Freizeitaktivität geworden. Angelscheine für Gastangler sind bequem unmittelbar im Dorf über die Mitglieder des Fischereivereins zu beziehen.

13. Dezember

Bergbau in Obernhof... Erinnerungen aus längst vergessener Zeit.

Foto aus dem Jahr 1911: Belegschaft der Grube Leopoldine-Louise mit 85 Bergleuten und Arbeitern und einem Pferd; bekannt sind: Karl Müller aus Obernhof (3. Reihe, 5. von rechts, Vater von Milli Jarzombek), Rudolf Nöllge (im „Hund“, Onkel von Margot Gruber)

 

Wie sehr der Bergbau das Leben der Obernhofer bestimmte, zeigen Eintragungen in der Kirchenchronik, die Erika Günter zugänglich machte.

Für das Jahr 1828 findet sich darin unter anderem der folgende Vermerk:

„Hauptbeschäftigung der Einwohner ist Bergwerk Leopoldine und Neuborn. Da jedoch der Ackerbau den wenigsten Einwohnern kaum ein Auskommen gibt, so müssen die meisten auch noch von dem bergmännischen Verdienst leben.“

Schon die früheste, dokumentierte Belehnung an Prinzessin Leopoldine- Louise von 1743 verpflichtete sie, damit „vor Armut hießig Landes“, d.h. der Armut, entgegenzuwirken. In der Praxis bedeutete das, Einheimische bevorzugt einzustellen, sofern sie qualifiziert waren. Auch der Zuzug von Bergleuten, die ihren Bedarf wie Nahrung und Brennholz vor Ort kaufen mussten, brachte Geld ins Dorf. Erstaunlich, dass 1782 gleich vier Obernhofer Bierbrauer vor allem Hütten- und Hammerwerke, sowie das ,Ausland’ mit ihrem, offenbar hoch geschätzten Getränk belieferten. Ausland war alles, was nur über die Gemarkungsgrenze hinausführte. Die Nebenerwerbs- oder gar Erwerbsmöglichkeiten für die Obernhofer beim Bierbrauen, dem Fuhrtransport zu den Verbrauchern und weitere Dienst- leistungen liegen auf der Hand. Verdienstmöglichkeiten boten auch der Transport von Holzkohle zum Hüttenwerk oder von Lampenöl zu den Gruben. Jugendliche als Poch- und Waschkinder oder Karrenläufer gehörten zum Grubenalltag.

12. Dezember

Söhne des Lahnweingutes Massengeil-Beck während der Weinlese 2014. Im Hintergrund kann man das Kloster Arnstein sehen.

Weinbau an der Lahn

Besonders der Weinbau hat in Obernhof immernoch einen sehr großen Stellenwert. Als letztes Winzerdörfchen direkt an der Lahn zählt unser Wein zu den besonderen Tröpfchen für Lahnliebhaber. In diesem Jahr ist es uns gelungen während der Weinlese ein paar sehr schöne Impressionen der ansässigen Winzer für Sie fest zu halten. Das Wetter hat den ein oder anderen Wein-Leser bis an seine Grenzen gebracht. Das zum Teil herrschende Nass-Kalte Wetter sorgten in den steilen Schieferhängen teilweise für außergewöhnliche Arbeitsbedingungen. Nun warten wir gespannt auf den neuen Wein aus diesem Jahr und freuen uns schon sehr darauf diesen schon bald kosten zu können.

11. Dezember

Abschied von der alten Schule

Im Jahre 1955 zogen die Schüler der Schule in Obernhof von der "Hinnergass" in die neu errichtete Schule in der Schulstrasse. Zu sehen ist hier die letzte "Klasse" der alten Schule.

Reihe 1: Jürgen Walter, Meinhold Massengeil, Norbert Pauly, Helmut Koziol, Arno Böttcher, Werner Neidhöfer, Jürgen Hahn, Richard Fülla, ?,Hans Rudi Leineweber, Hans Peter Dreis, Ludwig Neidhöfer, Rudi Gruber

Reihe 2: Robert Voll, Roswitha Walter, Margit Schwenk, ?, Christiane ?, Bärbel Schweickhardt, Doris Strefler, Erika Haxel, Ute Spöth, Maria Wehr, Jenny Goedecke, Ursula Hahn, ?, Brigitte Pauly

Reihe 3: Lehrerin Hilde Kaffine, Heinrich Schnatz, Edwin Keuper, Horst Heil, Gerd Haxel, Gerhard Lindner, Friedhelm Voll, Wilfried Stauch, ?,Rolf Hoppenkamp, Günter Schmidt, Karl-Friedrich Hahn, Michael Glemm, Werner Nink

Reihe 4: Renate Mann, Heidemarie Hahn, Jutta Hansen, Brigitte Pfaff, Gisela Schwenk, Ursula Pohl, Marie-Luise Helwig, Margot Theobald, Susanne ?, Brigitte Glemm, Hannelore Hahn, Lehrer August Wenn

10. Dezember

Bild von Rolf Hoppenkamp - Hochwasser in der Hinnergass

Der Künstler und Grafiker Rolf Hoppenkamp

Es ist schon etwas Besonderes, wenn Rolf Hoppenkamp seinen Künstlerkalender präsentiert, den individuellen Begleiter durchs ganze Jahr mit jeweils 12 Motiven aus dem alten Obernhof. Es ist die Zeichenfeder, mit der sich der gebürtige Obernhofer in die dörfliche Vergangenheit begibt, um mit Hilfe historischer Fotos diese Motive aufs Papier zu bannen. Man sieht Leute bei der Arbeit und beim Feiern, Kinder beim Schlittenfahren, stille Gassen und malerische Winkel. In feinnervigen Zeichnungen, stimmungsvoll und realistisch, sind die dörflichen Szenen authentisch eingefangen. Kreide auf Tonpapier wird in seinen Händen gleichfalls zu einem überzeugenden Gestaltungsmittel. Federzeichnungen und farbige Ansichten von bezauberndem Charme füllen inzwischen ganze Mappen. Angesichts solcher Fülle und dem zu erwartenden Interesse, Obernhof mit den Augen des Künstlers zu betrachten, ist eine umfassende Ausstellung längst überfällig.

09. Dezember

Ab 1950 herrscht Aufbruchstimmung

Obernhof um 1954 – Der Weinbau hat seine größte Ausdehnung erreicht. Frachtschiffe befördert immer mehr Güter. Die Pensionen sind im Sommer ausgebucht und der Campingplätze ist belegt. Pilgerzüge bringen Wallfahrer zum Kloster Arnstein Arnstein. Obernhof steht am Anfang seiner besten Jahre als Winzerdorf und Fremdenverkehrsort.

1965 nimmt Obernhof am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teil und wird Kreissieger. Im gleichen Jahr legt man einen neuen Müll- platz an und der Goethepunkt wird neu hergerichtet. Dazu erhält Obernhof 18.000 DM vom „Naturpark Nassau“. Ebenfalls im Jahre 1965 werden sog. Rundwanderwege angelegt. Der Neue Weg, die Unterdorfstraße und der Parkplatz Böhm werden 1966 neu geteert. 1967 wird die Gemeinde Kreis- und Bezirkssieger im Schönheitswettbewerb der Dörfer.

8. Dezember

Sommer-Grillfest auf der Lahnwiese

Feste und Veranstaltungen in Obernhof

Die Obernhofer waren schon immer für ihre Geselligkeit bekannt. So ist es nicht verwunderlich, dass es im Jahr eine solch große Vielzahl an Veranstaltungen und Festen gibt. Bereits lange Traditionen, wie z.B. das Laternenfest bestehen bereits seit über mehr als 80 Jahren. Veranstaltet werden die meisten Feste vom Verkehrsverein oder anderen Vereinen in Obernhof. So können die Bürgerinnen und Bürger, sowie zahlreiche Gäste Leckereien und unseren besonderen Lahnwein in verschiedenen Atmosphären genießen. Das Laternenfest, das jährlich stattfindende Grillfest nebst Vollmondnacht und die Sommerfeste finden alle auf der Festwiese direkt an der Lahn statt. Das Weinbergsfest, wo nicht nur hiesige Vereine sondern besonders die Winzer im Vordergrund stehen ist weit über die Grenzen der Verbandsgemeinde bekannt. Dies findet ebenfalls wie die meisten Feste im Sommer statt. Den krönenden Abschluss aller Feste macht das Kartoffelfest im Oktober. Dieses wird ausschließlich von der Feuerwehr Obernhof ausgerichtet und alle Gäste können sich verwöhnen lassen von leckeren Gerichten rund um die Kartoffel. Insgesamt finden in Obernhof mehr als 60 Veranstaltungen im Jahr statt. Besuchen Sie hierzu unseren Veranstaltungskalender.

7. Dezember

linker Traktor rechter Mann - Ernst Haxel, rechter Traktor linker Mann - Paul Massengeil

Die Kirmesgesellschaft im Jahre 1957

Die Kirmes in Obernhof wurde traditionsgemäß am letzten Sonntag im Oktober gefeiert. Das Wort hatte für unsere Vorfahren natürlich einen anderen Klang als für uns. „Kirchweihfest“, Kermes genannt, zur Erinnerung an die Weihe der Pfarrkirche, gab es nur einmal im Jahr und dann wurde drei Tage gefeiert. Es war der Höhepunkt des Jahres.

Der Programmablauf war genau geregelt. Samstags wurde der Kirmesbaum aufgestellt. Der Baum, eine bis zu 30 m hohe Fichte, war tags zuvor gefällt und ins Dorf gebracht worden. Er durfte nicht durchbrechen und die empfindliche Spitze nicht beschädigt werden. Sie wurde mit bunten Bändern geschmückt. Darunter schwebte der ebenfalls mit Bändern geschmückte Kranz.

Der Kirmesspruch

Der Kirmesspruch wurde von allen Dorfbewohnern mit großer Vorfreude erwartet. In Mundart gedichtet, wurden die Ereignisse des vergangenen Jahres in Verse gebracht und unter dem Kirmesbaum vorgetragen. Doch so mancher fühlte sich „auf den Schlips getreten“.

So kam es vor, dass man sich bei den Betroffenen entschuldigen musste und der Gemeindediener ,Bachs Schorsch’ ging dann mit der Glocke durchs Dorf und rief: „Bekanntmachungen! Hiermit entschuldigen sich die Kirmesburschen und Kirmesmädchen bei ...............!“

6. Dezember - Nikolaus

Große Kälte im Jahre 1939!

 

Im Jahre 1939 war die Stimmung in Obernhof noch ausgelassen und entspannt. Das "Wintervergnügen" in diesem Jahr zog Jung und Alt auf die bereits dick geforene Lahn. Doch die starke Kält brachte auch Arbeit mit sich. Dicke Eisbrocken türmten sich auf der Straße und den Wegen.

 

Hildegard Spöth erinnert sich: "Die Soldaten des Reichsarbeitsdienstes warfen zahlreiche Eisbrocken in unsere Gärten am Ufer der Lahn, weil es ihnen zu mühsam war, sie zum Fluss zu tragen. Die großen Eisbrocken waren im Frühjahr als die Gartenarbeit begann, noch immer nicht vollständig weggetaut."

 

5. Dezember

Die Freiwillige Feuerwehr hat in Obernhof bereits seit 85 Jahren einen ganz besonderen sozialen Stellenwert. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr unter der Führung von Steffen Merz (Wehrführer der FF Obernhof) haben es sich auch in diesem Jahr wieder zur Aufgabe gemacht, besondere Herausforderungen im Notfall zu proben und diese durch stets wiederholende Übungen im Team zu stärken und gemeinschaftlich passende Lösungen zu erarbeiten. Die aktiven Mitglieder treffen sich hierzu einmal im Jahr zu einer Ganztagesübung um auch größere Szenarien einmal durch "zu spielen". Ansonsten werden im 14 tages Rythmus die unterschiedlichen Aufgaben der FF geprobt und/oder an weiteren FF-Projekten gearbeitet.

 

Hier erhalten Sie einen detaillierteren Einblick in die Tätigkeiten und Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr Obernhof.

4. Dezember

Steinsche Sammlung - Gerlachusscheiben

Alte Bilder bedürfen mitunter der Restaurierung, weil Patina sich darüber gelegt hat. So ist es offenbar dem Bild ergangen, das sich die Nachwelt vom Erwerb der Glasfenster aus Kloster Arnstein, insbesondere der fünf Gerlachus–Scheiben, durch den Freiherrn zum Stein gemacht hat. Überliefert wurde über viele Jahre, dass es sie nicht mehr gäbe, wenn er sie nicht in seinen Besitz gebracht hätte. Dieses Bild lässt sich nicht länger aufrechterhalten.

1815, als der Freiherr vom Stein die Glasfenster aus der ehemaligen Abteikirche zu Arnstein entfernte, hatte sich dort ein neues kirchliches Leben etabliert: das Kirchspiel Seelbach hatte sie 1813 als Pfarrkirche in Besitz genommen und für ihre Instandsetzung 300 fl. (Gulden) gezahlt. Damit war die Gemeinde dem wiederholten Angebot des herzoglich– nassauischen Bergrates Cramer gefolgt, das Kirchspiel Seelbach solle die ehemalige Abteikirche als Pfarrkirche annehmen.

 

Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte des Landschafts- verbandes Westfalen–Lippe in Münster hat 2007 die so genannten Cappenberger Scheiben, eine der letzten mittelalterlichen Glasmalerei– Sammlungen aus privater Hand erworben.

„Höhepunkt der Steinschen Sammlung ist die Gruppe der sogenannten Gerlachusscheiben aus der Mitte des 12. Jahrhunderts. Sie zeigen Moses, der die Gesetzestafeln empfängt, Moses und Aaron im Offenbarungszelt, Moses vor dem brennenden Dornbusch, Christus mit den Sieben Gaben des Heiligen Geistes und die Wurzel Jesse mit König David. Wer genau hinschaut, entdeckt in der Darstellung der Berufung des Moses unterhalb des brennenden Dornbusches den malenden Meister Gerlachus höchstpersönlich mit Pinsel und Schwarzlottopf. Dabei handelt es sich um das älteste „Selbstporträt in der Glaskunst und damit eine der frühesten Künstlerdarstellungen in der Kunstgeschichte überhaupt.“

3. Dezember

Umgestaltung des Friedhofes

In den Jahren 2013 und 2014 wurde nach langer Planung nun endlich unser Friedhof im Herzen von Obernhof vollständig neu umgestaltet. An insgesamt mehr als 39 Wochenenden halfen Bürgerinnen und Bürger aus dem veralteten Gelände ein modernen Friedhof mit sehr vielen unterschiedlichen Bestattungsmöglichkeiten entstehen zu lassen. Mitlerweile zählt der Friedhof in Obernhof zu den "modernsten" Friedhöfen im Landkreis. 

2. Dezember

Das Panorama zeigt links Schloss Langenau, rechts davon den Himmelsacker und die sich fast bis zum Gipfel des Himmelsbergs ersteckende Feldflur des Adelhahn.

Das Adelhahn genannte Flurstück befindet sich am Himmelsberg, der auch Bernshahner Kopf genannt wird. Aus der Klosterchronik erfahren wir, dass auf dem Adelhahn schon im 15. Jahrhundert Wein angebaut wurde: „Mitte des 14. Jahrhunderts schenkt die Arnsteiner Familiare Alberatis von Obernhof dem Kloster als Seelengerät ihren Weinberg am Adelhahn und erwirbt das Stift ein Stücke Weingarten am Lahnufer neben einem ihm gehörigen Weingarten.“

1. Dezember

Dieses Bild zeigt Obernhof im Jahre 1897. Aufgenommen wurde es vom Limburger Fotografen H. Hardt. Schön zu sehen ist der heute noch beständige Dorfkern mit den großen Flächen des Weinbaus ober- und unterhalb des Estherweges. Die heutige rechte Seite von Obernhof war bis zu diesem Zeitpunkt weitest gehend unbebaut. Die Lahn war nur mit einem kleinen Boot oder über die alte Furt zu überqueren. Die Eisenbahnbrücke samt Portalturm und den beiden unterschiedlichen Brückenträgern wurde 1920 durch eine neue Konstruktion ersetzt. Der zweite Weltkrieg zerstörte diese, erst nach dem Krieg wurde sie wieder aufgebaut und die Lahnstrecke konnte wieder von Koblenz bis Giessen befahren werden.

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